
Die Geschichte der Graz 11


Die Gründung
Frühe Jahre
Die Keimzelle der G 11 war die Mittelschülersektion der „Marianischen Studentenkongregation“ in der Grazer Stiegenkirche. An diesem Ort fand die G 11 in Folge auch ihr erstes Heim, der Gruppe standen dort ein Zimmer und ein schlossbergseitiges Flachdach zur Verfügung. Von 1930 bis 1937 kam die G 11 im Palais Saurau und dem zugehörigen Garten unter, danach noch ein Jahr in der katholischen Volksschule der Marienbrüder in der Hans-Sachs-Gasse 7. In diesen Jahren wuchs die Gruppe, und insgesamt wurden neben den Käuzen noch vier weitere Patrullen gegründet: die Raben, die Kuckucke, die Häher und die Möven. Im März 1938 marschierten die Deutschen in Österreich ein. Es gab ein abschließendes Treffen, bei dem die Chroniken und Wimpel verteilt und im Anschluss privat versteckt wurden. Die Pfadfindertätigkeit war ab sofort verboten – Soweit es ging, blieb man während des Krieges privat in Kontakt.
Wiederaufbau
Nach Kriegsende überzeugte eine Mutter die Pfadfinder der G11, die Gruppe wiederzubeleben. Der Wiederaufbau wurde erleichtert durch die englische Besatzungsmacht, die ab Mitte 1945 die Stadt Graz von den Russen übernahm und die Pfadfinderei förderte. Edi war klar, dass es für die Zukunft der Gruppe von höchster Bedeutung wäre, ein eigenes Heim zu aufzutreiben. Im Jahr 1947 fand er schließlich das Objekt in der Strassoldogasse: Ein ehemaliger Reitstall, der zum Palais in der Strassoldogasse 3 gehörte. Das Haus wurde unter der Bedingung gemietet, dass die Pfadfindergruppe es bis Oktober 1947 sanieren müsse. Edi gelang es auch, ein Vorkaufsrecht in den Mietvertrag einzubauen, welches 1949 dabei half, die Liegenschaft zu erwerben. Mit Unterstützung der Caritas war es möglich, das Geld aufzubringen und das Objekt zu kaufen.
1950 kam die Idee auf, den Dachstuhl des Heims anzuheben, um einen voll nutzbaren ersten Stock zu gewinnen. 1951 machte man sich an die Arbeit, die allerdings in einem Fiasko endete: Da der betrunkene Polier nicht aufpasste, fiel am Freitag, dem 13. Juli 1951, um 13:30 Uhr der Dachstuhl in sich zusammen. Mehrere Pfadfinder waren innerhalb und außerhalb gerade am Werken. Dass bei dem Vorfall nichts passierte, grenzt an ein Wunder. Im Anschluss konnte das Haus gerade noch vor dem großen Jamboree, also dem Weltpfadfindertreffen in Bad Ischl, eingedeckt werden.
Internationale Lager
Was die Lager in der Nachkriegszeit angeht, so bekam man sehr bald nach dem Krieg auf einem Lager in Schruns in Vorarlberg Kontakt zu einer Französischen Gruppe. Später lernte man auch eine englische Gruppe kennen. Über diese Kontakte gelang es bis in die 70er Jahre, an Lagern in Frankreich und England teilzunehmen. Danach entdeckte man auch den Norden, zum Beispiel Schweden, und in den 80er Jahren ging es unter anderem auch nach Holland und Irland, sowie nach Griechenland und Italien. Natürlich gab es durchwegs auch Lager im Heimatland Österreich.









